Wissen am Hauptbahnhof

Die Vortragsreihe "Wissen am Hauptbahnhof" ist im Oktober mit einem Referat von Oberärztin Dr. Anja Pech zu neurobiologischen Grundlagen der Alkoholabhängigkeit gestartet.

„Stress, Burnout, Depression – Modewörter oder Volkskrankheit“? Mit diesem Thema wurde die Vortragsreihe am 28. November fortgesetzt. Dessen Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Erwachsenenpsychiatrie, Dr. Felix Hohl-Radke, sprach darüber, wie Stress zum Burnout und bis zur Depression führen kann.

Dabei ging er u. a. ein auf charakteristische Merkmale des Burnout-Syndroms, auf individuelle Faktoren, die das „Ausbrennen“ begünstigen, sowie auf Möglichkeiten der Prävention.Für Burnout gefährdete Menschen ist es besonders wichtig, sich selbst Zeit und Raum zum Ausruhen und Regenerieren zu geben sowie für Ausgleichsmöglichkeiten wie Sport, Musik oder andere Hobbys zu sorgen“, sagt Dr. Hohl-Radke. Aber auch Gebet und Meditation oder andere Methoden, die dem Einzelnen ermöglichen, Ruhe und Entspannung zu erfahren, indem sie die Aufmerksamkeit gezielt vom Belastungsbereich weglenken, könnten geistig und körperlich sehr entlastend wirken. Zudem sei es wichtig, die notwendige Distanz zur Arbeit zu behalten oder zu schaffen, um ihr aus einem neuen Blickwinkel zu begegnen und möglicherweise unrealistische Vorstellungen oder ungeeignete Prozesse zu korrigieren.

„Epilepsie im Alter“, war am 12. Dezember 2012, das nächste Thema. Thoralf Riederer, Oberarzt in der Neurologischen Klinik des Asklepios Fachklinikums, gab einführend einen Überblick über Epilepsie, ihre verschiedenen Formen sowie mögliche Differentialdiagnosen (Erkrankungen mit ähnlicher Symptomatik) geben. Dazu gehören Synkopen (plötzliche Ohnmacht), Herzrhythmusstörungen oder Blutzuckerentgleisungen.

Im zweiten Teil des Vortrages wendete er sich den speziellen diagnostischen und therapeutischen Erfordernissen der Epilepsie bei älteren Menschen zu, die zu den häufigsten neurologischen Krankheiten im höheren Alter gehört. Dabei ging er auf Ursachen der Epilepsie im Alter ein und gab einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Medikamente unter der besonderen Berücksichtigung von Wechselwirkungen mit weiterer Medikation und Nebendiagnosen. „Dies stellt letztendlich die besondere Herausforderung bei der Behandlung von Epilepsie im Alter dar“, so Thoralf Riederer. Abschließend gab er auch praktische Hinweise zum Umgang mit epileptischen Anfällen. Die Diagnostik und Therapie von Epilepsie ist einer der Schwerpunkte des Facharztes für Neurologie. Im Asklepios Fachklinikum Brandenburg bietet er jeweils donnerstags von 11 bis 15 Uhr in der Neurologischen Klinik (Haus 12) eine Sprechstunde für ambulante Patienten an (Kontakt: 03381/78-1762).

Mit bisher zahlreichen Besuchern fanden die Veranstaltungen regen Zuspruch.

Die Vorträge sind öffentlich und für den medizinischen Laien verständlich. Der Verein "Gesund in Brandenburg an der Havel" und das Asklepios Fachklinikum laden Sie herzlich ein! Wann der nächste Vortrag im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe stattfindet, erfahren Sie unter www.gesundinbrandenburg.com/veranstaltungen.