Race for the cure 2010

Als wir uns am Nachmittag des 25. 09. 2010 bei Dauernieselregen und kalten Windböen am Brandenburger Hauptbahnhof einfanden, schien die Stimmung nicht noch tiefer sinken zu können: Bei der Kälte und dem Regen sollen wir nach Frankfurt am Main. Wir hatten uns als Team der Freizeitsportgruppe nach Brustkrebs zum 11. Race for the Cure, veranstaltet durch Susan G. Komen, Verein zur Heilung von Brustkrebs, angemeldet.

Nachdem wir jedoch, der Bahn sei gedankt, alle Anschlusszüge erreicht hatten, und dann auch noch kurz vor Hanau der Nieselregen einem wolkenverhangenen Grau gewichen war, stieg die Stimmung doch schon merklich. Das Hotel in Bahnhofsnähe war rasch gefunden, die Zimmer bezogen und man fand sich mit Hunger und guter Laune bald wieder in der Eingangshalle zum gemeinsamen Abendessen zusammen. Nach anfänglichen Problemen ein geeignetes Restaurant zu finden, fiel die Wahl dann letztlich doch sehr leicht: Es gab Afrikanisch! Die anfängliche Skepsis ob der Tatsache, dass das Besteck heute mal durch die Finger ersetzt werden sollte, ebbte jedoch angesichts des hervorragenden Afrikanischen Biers – mal mit Mango, mal mit Granatapfel, mal mit Palmwein rasch ab, um nicht zu sagen, die Stimmung wurde afrikanisch heiß! Der Aufforderung, vor dem Essen die Hände zu waschen wurde mit großem Hallo Folge geleistet, kurz, der Tag war gerettet.

Als dann am Morgen des 26.09. auch noch die Sonne beim gemütlichen Frühstück zum Vorschein kam, gab es kein Halten mehr. Die Startunterlagen waren rasch besorgt, die T-shirts für die Läuferinnen wurden fix übergestreift, die Startnummer angeheftet und ab ging’s zum Main, wo am rechten Mainufer bereits das reinste Volksfest  im Gange war. Nachdem alle Reden gehalten waren und unser Poster gebührend gewürdigt wurde, fiel der Startschuss zum Walking. Unsere Gruppe verlor sich bald in der Masse der mehr als 5000 Läuferinnen und Läufer. Zwischen all den Menschen blinkten die Pinkfarbenen T-shirts der Patientinnen, wie kleine Hoffnungsfunken aus dem Meer all derer, die sich im Andenken an Freunde, Bekannte, oder einen geliebten Menschen  auf das Race for the Cure begeben hatten. Im Ziel waren dann alle wieder vereint, Betroffene Frauen, Freunde, Bekannte, Kinder, Jugendliche, Menschen aller Altersklassen, freuten sich gemeinsam an ihrer und der Leistung der anderen, hörten den bewegten Geschichten von Betroffenen zu und blickten voller Hoffnung dem Schwarm der pinken Luftballons nach, der sich langsam im Frankfurter Himmel verlor. Beim Abschlussfoto auf der Bühne am Mainufer gab es dann doch noch einige Tränchen, bevor wir uns rasch auf den Rückweg machen mussten. 

Dieser war so kurzweilig wie der, wegen nicht vorhandener und  in falscher Reihenfolge angeordneter  Wägen, deutlich zu kurz geratene Zug; so hielt denn die Bahn doch noch, was wir von Anfang an befürchtet hatten, jedoch war die Stimmung dank des mit uns reisenden Frauenkegelklubs nicht mehr zu überbieten. Beschwingt und bestens trainiert rannte unser Team zum Schluss noch durch den Berliner Hauptbahnhof um die fast obligatorische  Verspätung aufzuholen – und das Team hat die Nagelprobe bestanden – wir haben den Anschluss nach Brandenburg als Team komplett erreicht.

Zurück in Brandenburg war dann Allen klar: Auf zu neuen Ufern, in jedem Fall aber im nächsten Jahr an das Mainufer nach Frankfurt zum 12. Race for the Cure.

Prof. Dr. med. Eberhard Beck

 

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