Gesundheitsforum 2018

„Diagnose Demenz – was nun? Behandlung - und Hilfe für Angehörige“

 

Der Verein „Gesund in Brandenburg“ lud zu seinem elften Gesundheitsforum ein.

 

Mit dem diesjährigen Titel des Gesundheitsforums „Diagnose Demenz – was nun? Behandlung - und Hilfe für Angehörige“ wurde ein Thema aufgegriffen, zu dem sich am 06. Juni zahlreiche Interessierte im gefüllten Rolandsaal des Altstädtischen Rathauses eingefunden haben.

Nachdem Frau Dr. Dietlind Tiemann, MdB, die Gäste mit ihrer Eröffnungsansprache in die Materie einführte, folgten unter der Moderation von Herrn Prof. Michael Oeff die Vorträge von Herrn Herr Prof. Dr. med. Stephan Schreiber, Leiter der Klinik für Neurologie des Asklepios Fachklinikums Brandenburg und Herrn Toralf Heider, Qualitätsbeauftragter des Senioren- und Pflegezentrums Brandenburg gGmbH.

Als erstes informierte Herr Prof. Schreiber über die Diagnostischen Herausforderungen einer Demenzerkrankung. Sein Vortrag begann mit der Darstellung der Häufigkeit und bestehender Risikofaktoren. Daran schloss sich die Diagnostik anhand der Präsentation neuropsychologischer Tests, bildgebender Verfahren sowie die Durchführung von EEGs, Laborauswertungen und körperlicher Untersuchungen an. Abschließend führte Prof. Schreiber anhand von drei unterschiedlichen Fallbeispielen die zuvor erklärten Schritte zusammen.

Herr Heider erläuterte die vielfältigen Entlastungs- und Unterstützungsangebote für Menschen mit Demenz und deren Angehörige in unserer Region. Er stellte die gesetzlichen Ansprüche für die Bereiche Hospiz/Seelsorge, Seniorenheim und Wohngruppen, Tages-, Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Hauskrankenpflege, Angehörigenschulung sowie die Wohnraumanpassung und Beratung dar. Auch die Darstellungen, welche Institution welche Gebiete anbieten, fehlten nicht. Besonders betonte Herr Heider die Tatsache, dass nahezu drei Viertel aller Pflegebedürftigen in Brandenburg zu Hause betreut werden In der Unterstützung dieser Haushalte läge neben einer ausreichenden Zahl an professionellen Pflegekräfte der Focus zukünftige Verbesserungen in unseren Pflegesystemen.

Im Anschluss erfolgte eine Podiumsdiskussion, in der die zwei Referenten ihre Standpunkte untereinander und mit dem Publikum zusammen debattierten und viele Fragen der Gäste beantwortet wurden.

Darüber hinaus konnten sich die Besucher an den beiden Ständen des Asklepios Fachklinikums Brandenburg und des Senioren- und Pflegezentrums Brandenburg weitergehend informieren.

 Das vom Verein Gesund in Brandenburg zur Verfügung gestellte Buffet war Anlass für viele Gäste, sich untereinander und mit den Referenten in persönlichen Gesprächen über die Erkenntnisse des Abends auszutauschen.